Ein Moment

Zu jedem Quartal eine kurze Andacht.

In den nächsten Wochen werden wir die ganze Farbenpracht des Herbstes bewundern können. So viele Farben in Blättern und Früchten. Was wir das ganze Jahr über bewundern können, findet im Herbst einen fulminanten Höhepunkt. Vom leuchtenden Grün des Frühlings, über das satte und kräftige Grün im Sommer wandeln sich viele Blätter in eine wahre Farbenexplosion. Ein kostenloses Schauspiel der Phantasie und Zuneigung Gottes.


Aber welche Farbe ist nun die schönste? Wahrscheinlich hat hier jeder von uns seine eigenen subjektiven Vorlieben. So wie eben auch die Blätter nicht nur in Farbe, sondern auch in Form und Größe unterschiedlich sind. In Matthäus 25,14ff erzählt Jesus ein Gleichnis, in dem ein Verwalter in seiner Abwesenheit seine Untergebenen beauftragt, seine Arbeit fortzusetzen. Sowohl die Aufträge als auch die Ergebnisse sind individuell. Aber alle – bis auf einen, der sich komplett verweigerte – werden bei der Rückkehr des Verwalters gleich bewertet. Wie werden sich aber die Knechte untereinander beurteilt haben? Gab es keinen Neid? Ablehnung? Abgrenzung? Wie ist das mit mir selbst in der Gemeinde? Gestehe ich dem Anderen seine Eigenheiten zu? Anerkenne ich das Urteil Gottes? Macht uns nicht erst unsere Unterschiedlichkeit bunt? Ich will die Vielfältigkeit in der Natur und in der Gemeinde dankbar annehmen und mich darüber freuen!


– Andreas Wagner