Ein Moment...

Zu jedem Quartal eine kurze Andacht.

Die Tage werden länger, die Schneeglöckchen schauen aus dem Boden und langsam aber sicher setzt sich wieder das kräftige Grün durch. Die Natur wird lebendiger, die Luft wird wärmer und der Sommer kommt. Auch wenn manch einer noch mal schnell den letzten guten Schnee der Alpen zum Wintersport nutzen will, ist bald wieder Kanufahren, Wandern und Schwimmen im Freibad angesagt. So sehen wir überall Erwachen, Erneuerung und Wachstum.
Aber die Zeit bringt auch andere Dinge: wirtschaftliche und politische Probleme, die kaum lösbar sind, Terrorismus auch in Europa in einer Größenordnung, die wir bisher nicht kannten.
Was hat Gott damit zu tun? Was sagt er dazu? Nach der Sintflut verspricht Gott Noah, dass der Lauf der Jahreszeiten nicht aufhören wird, solange die Erde besteht (Gen 8,22). Wenn ich daran denke, was die Erde seither erdulden musste und gesehen hat, könnte ich resignieren: Lohnt sich mein Einsatz überhaupt? Auf der anderen Seite steht sie immer noch, Gott sagt immer noch ja zu ihr und ich erlebe ihn ganz persönlich! Und so ist Gott für mich nicht distanziert, gleichgültig und desinteressiert. Er ist ausdauernd, geduldig, erneuernd, gelassen, mächtig. So erfahre ich sein Handeln in meinem persönlichen Leben, in der Geschichte, auf seinem Weg mit der Gemeinde.
Mir gibt dieses Bild von Gott Mut und Trost, Kraft und Motivation. So kann ich immer wieder neu optimistisch meine Arbeit und mein Leben gestalten. Weil ich diesen wunderbaren Gott hinter mir weiß.

Andreas Wagner